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Die Deutschen
werden in Italien manchmal „mangiacartofen“ genannt... aber wusstet Ihr,
dass die Kartoffel ursprünglich gar nicht aus Deutschland kommt,
und dass sie in Italien ankam, noch bevor die Deutschen von ihr erfuhren?
Und... dass das Wort „Kartoffel“ aus dem Italienischen stammt?
Und doch
wurde die Kartoffel zu einem noch heute wichtigen Nahrungsmittel in
Deutschland. Und das kam so:
Im 16.
Jahrhundert waren die Spanier auf ihrer Suche nach Gold in der Neuen Welt unterwegs.
In den Anden (Südamerika) lernten sie von den Inkas die Kartoffel kennen, die
dort pápa hieß und als beseelt
galt. Schon 8000 Jahre vor Christus war die Kartoffel in jenem Gebiet
bekannt!
Die Kartoffel
reiste dann Ende des 16. Jahrhunderts gemeinsam mit den Spaniern nach
Europa. Zu der Zeit kam sie auch nach England und Irland, allerdings wohl
ohne Zutun der Spanier. Die europäischen Seefahrer schätzten die
Kartoffel sehr: sie war nahrhaft und hatte einen hohen Vitamin-C-Gehalt.
Von Spanien aus erreichte die Kartoffel Italien und dann von dort aus so
langsam das restliche Europa. In Italien nannte man die Kartoffel
„tartufolo“, weil sie in Aussehen und Geschmack an Trüffel
erinnerte. Und von „tartufolo“ stammt das deutsche Wort „Kartoffel“!
Um 1650
begann man auch in Deutschland, Kartoffeln anzubauen; hundert Jahre
später schrieb der preußische König Friedrich der Große sogar Verordnungen,
damit viele Menschen Kartoffeln anbauten und aßen. Die Kartoffel hat sich
in europäischen Kriegen und Hungersnöten der letzten Jahrhunderte
als sehr wertvoll erwiesen.
In
Deutschland kennt man sehr sehr viele Möglichkeiten, aus Kartoffeln einfache
oder edle, leichte oder gehaltvolle, auf jeden Fall
schmackhafte Mahlzeiten zuzubereiten. Salzkartoffeln,
Bratkartoffeln, Knödel, Kartoffelgratin, Kartoffelpuffer, Kartoffelpüree, Kartoffelsuppe, Ofenkartoffeln,
Kartoffelsalat, auch Kartoffelbrot und Kartoffelkuchen...
„Mangiacartofen“ ist
also vielleicht gar nicht so falsch. 
Übrigens:
Viele Landkreise
Deutschlands wählen jedes Jahr eine Kartoffelkönigin!
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nennen
– chiamare
ursprünglich –
originariamente
gar nicht – per niente, nient`affatto
erfahren
– venire a sapere, apprendere
Nahrungsmittel (n)
– alimento
so kommen
– "successe in tal modo"
unterwegs
– in giro, in viaggio
beseelt – ispirato
jener, jene, jenes –
quello/-a
Gebiet (n)
– zona, territorio
bekannt
– noto, conosciuto
reisen
– viaggiare
allerdings – tuttavia
Zutun (n)
– intervento
schätzen – stimare, apprezzare
nahrhaft – nutriente
Gehalt
– contenuto
erreichen – raggiungere
restlich – restante, residuo
Aussehen (n) –
aspetto
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Geschmack (m) – sapore
Trüffel (f) – tartufo
anbauen
– coltivare
preußisch – prussiano
Verordnung (f)
–decreto
sogar – persino, addirittura
Hungersnot (f) – carestia
Krieg (m)
– guerra
sich erweisen
– mostrarsi, risultare
wertvoll – prezioso
edel
– nobile
leicht – leggero
gehaltvoll
– nutritivo, sostanzioso
auf jeden Fall – in ogni caso
schmackhaft – saporito, gustoso
Mahlzeit (f) – pasto
zubereiten
– preparare
Landkreis (m) – distretto rurale
wählen – eleggere, votare
Kartoffelkönigin – regina delle patate
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Einige Gerichte:
Salzkartoffeln (pl.) – patate lesse
Bratkartoffeln (pl.) – patate
arrosto
Knödel (m) – gnocco
Kartoffelgratin (n) – gratin di
patate
Kartoffelpuffer (m) – frittella di
patate
Kartoffelpüree (n) – purè di patate
Kartoffelsuppe (f) – zuppa di patate
Ofenkartoffeln (pl.) – patate al
forno
Kartoffelsalat (m) – insalata di
patate
Kartoffelbrot (n) – pane di
patate
Kartoffelkuchen (m) – torta di
patate |

Stillleben mit Kartoffeln
in gelber Schüssel
Vincent van Gogh
www.kartoffel.de
www.kartoffel-geschichte.de
http://www.daskochrezept.de/rezepte/kartoffeln/ |
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Ein schönes Wochenende und eine
fröhliche neue Woche!
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