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Kleine Kulturgeschichte der 

Kartoffel 


Text für Anfänger

Text für Fortgeschrittene

Kartoffelgerichte

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 lettura per i principianti:

Alle sagen, dass die Deutschen viele Kartoffeln essen. Das stimmt!

Aber Deutschland ist nicht die „Heimat“ der Kartoffel.

Die Kartoffel kommt nämlich aus Südamerika, aus den Anden. Als die Spanier im 16. Jahrhundert dort waren, lernten sie die Kartoffel bei den Inkas kennen. Dann brachten sie sie nach Europa. In Deutschland wurde sie im 17. Jahrhundert wichtigerst nachdem sie in Italien bekannt geworden war!

Woher kommt das Wort „Kartoffel“? Aus dem Italienischen! Die Italiener sagten „tartufolo“, weil die Kartoffel sie an Trüffel erinnerte. In Deutschland wurde aus „tartufolo“ dann „Kartoffel".

____________
Kulturgeschichte (f) – storia culturale
stimmen – essere vero
Heimat (f) – patria
nämlich – infatti
die Anden (pl.)  le Ande
kennenlernen conoscere
bringen – portare

wichtig  importante
erst – non prima di, soltanto
nachdem  dopo che
bekannt werden – essere reso noto 
Trüffel (f) – tartufo
erinnern – ricordare

lettura per gli avanzati:

Die Deutschen werden in Italien manchmal „mangiacartofen“ genannt... aber wusstet Ihr, dass die Kartoffel ursprünglich gar nicht aus Deutschland kommt, und dass sie in Italien ankam, noch bevor die Deutschen von ihr erfuhren? Und... dass das Wort „Kartoffel“ aus dem Italienischen stammt?

Und doch wurde die Kartoffel zu einem noch heute wichtigen Nahrungsmittel in Deutschland. Und das kam so:

Im 16. Jahrhundert waren die Spanier auf ihrer Suche nach Gold in der Neuen Welt unterwegs. In den Anden (Südamerika) lernten sie von den Inkas die Kartoffel kennen, die dort pápa hieß und als beseelt galt. Schon 8000 Jahre vor Christus war die Kartoffel in jenem Gebiet bekannt!

Die Kartoffel reiste dann Ende des 16. Jahrhunderts gemeinsam mit den Spaniern nach Europa. Zu der Zeit kam sie auch nach England und Irland, allerdings wohl ohne Zutun der Spanier. Die europäischen Seefahrer schätzten die Kartoffel sehr: sie war nahrhaft und hatte einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Von Spanien aus erreichte die Kartoffel Italien und dann von dort aus so langsam das restliche Europa. In Italien nannte man die Kartoffel „tartufolo“, weil sie in Aussehen und Geschmack an Trüffel erinnerte. Und von „tartufolo“ stammt das deutsche Wort „Kartoffel“!

Um 1650 begann man auch in Deutschland, Kartoffeln anzubauen; hundert Jahre später schrieb der preußische König Friedrich der Große sogar Verordnungen, damit viele Menschen Kartoffeln anbauten und aßen. Die Kartoffel hat sich in europäischen Kriegen und Hungersnöten der letzten Jahrhunderte als sehr wertvoll erwiesen.

In Deutschland kennt man sehr sehr viele Möglichkeiten, aus Kartoffeln einfache oder edle, leichte oder gehaltvolle, auf jeden Fall schmackhafte Mahlzeiten zuzubereiten. Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Knödel, Kartoffelgratin, Kartoffelpuffer, Kartoffelpüree, Kartoffelsuppe, Ofenkartoffeln, Kartoffelsalat, auch Kartoffelbrot und Kartoffelkuchen... 

„Mangiacartofen“ ist also vielleicht gar nicht so falsch. smile

Übrigens:

Viele Landkreise Deutschlands wählen jedes Jahr eine Kartoffelkönigin!

____________
nennen – chiamare
ursprünglich  originariamente
gar nicht per niente, nient`affatto
erfahren – venire a sapere, apprendere
Nahrungsmittel (n) – alimento
so kommen – "successe in tal modo"
unterwegs – in giro, in viaggio
beseelt ispirato
jener, jene, jenes quello/-a
Gebiet (n) – zona, territorio
bekannt – noto, conosciuto
reisen – viaggiare
allerdings – tuttavia
Zutun (n) – intervento
schätzen – stimare, apprezzare
nahrhaft – nutriente
Gehalt – contenuto
erreichen – raggiungere  
restlich – restante, residuo
Aussehen (n) aspetto
 
Geschmack (m) sapore
Trüffel (f) – tartufo
anbauen – coltivare
preußisch – prussiano  
Verordnung (f) –decreto
sogar – persino, addirittura 
Hungersnot (f) – carestia
Krieg (m) – guerra
sich erweisen – mostrarsi, risultare
wertvoll – prezioso 
edel – nobile
leicht – leggero 
gehaltvoll – nutritivo, sostanzioso
auf jeden Fall – in ogni caso
schmackhaft – saporito, gustoso
Mahlzeit (f) – pasto
zubereiten – preparare
Landkreis (m) – distretto rurale
wählen – eleggere, votare
Kartoffelkönigin – regina delle patate

Einige Gerichte:

Salzkartoffeln (pl.)
– patate lesse
Bratkartoffeln (pl.) – patate arrosto
Knödel (m) – gnocco
Kartoffelgratin (n) – gratin di patate
Kartoffelpuffer (m) – frittella di patate
Kartoffelpüree (n) – purè di patate
Kartoffelsuppe (f) – zuppa di patate

Ofenkartoffeln (pl.) – patate al forno
Kartoffelsalat (m) – insalata di patate
Kartoffelbrot (n) – pane di patate
Kartoffelkuchen (m) – torta di patate

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Stillleben mit Kartoffeln
in gelber Schüssel

Vincent van Gogh




www.kartoffel.de
www.kartoffel-geschichte.de

http://www.daskochrezept.de/rezepte/kartoffeln/



Ein schönes Wochenende und eine
fröhliche neue Woche! 


  Grammatikpille


Heute:
"NEIN"!!!
Die Verneinung im Deutschen


nicht (non)

ein / - (un)
>>
kein (Ø, -e, -er, -es) (nessun)

(irgend)jemand (qualcuno)
>> 
niemand (nessuno)

irgendwo (da qualche parte) >> nirgendwo, nirgends (da nessuna parte)

irgendwann (una volta o l’altra)
>>
niemals, nie (mai)

etwas (qualcosa)
>>
nichts (niente)

sowohl…als auch (sia…che)
>> weder…noch
(né…né)



La differenza fra "nicht" e "kein":

Si usa nicht per negare un aggettivo, un avverbio o un verbo.

 
Kein invece si usa per negare i sostantivi preceduti da articolo indeterminativo o che non sono preceduti da articolo.

Perciò si dice in tedesco:

Ich lese diesen Roman nicht” (Non leggo questo romanzo),

ma: Ich lese keine Romane” (Non leggo romanzi). 


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